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Der Körper des Menschen ist aus vielen Millionen Zellen mit verschiedenem Aussehen und verschiedenen Funktionen aufgebaut. Er entsteht aus zwei Zellen - einer Eizelle der Mutter und einer Samenzelle des Vaters und wird im Mutterleib in neun Monaten herangebildet, um dann bei der Geburt den Körper der Mutter zu verlassen und danach einige Jahre betreut zu werden, um die nötigen Schritte für ein eigenständiges Leben zu erlernen.
Weil wir alle in einem solchen "Fahrgestell",genannt "Körper" stecken, nehmen wir es vielleicht in dieser Form gar nicht wahr. Was ist der Mensch nun eigentlich? Nur Fahrgestell, das irgendwann einmal "entsorgt" wird?
Oder gibt es da mehr? Was erfahren wir? Und nach was richten wir unsere Handlungen aus? Was treibt uns an? Und auf welches Ziel arbeiten wir hin? Was empfinden wir als gut? Und was verbindet uns Menschen?
Ich denke, ein gemeinsames, erstrebenswertes Ziel, das wir alle habenkönnten, wäre, diese Welt, auf welcher wir groß geworden sind, auch wieder mit einem guten Gewissen verlassen zu wollen. Das kleine Fahrzeug könnte etwas erfahren, was das Verlassen des großen Fahrzeuges leicht macht, kein unsinniges Leid bringt und auch vermeidbares Leid unterläßt. Der Wert meines eigenen Lebens mißt sich meines Erachtens daran, wieviel Schmerz ich annehmen konnte und nicht in Form von Leid weitergeben mußte.
Diese Maxime hat uns ein Mensch, der Menschensohn - Jesus Christus - vorgelebt. Allein kann das ein Mensch nicht schaffen. Auch Jesus hatte Gefolgschaft und Gesellschaft. Nur in einer Gemeinschaft, in einem Geist, der sich mit einer gewissen Leichtigkeit über das Schicksal allen Lebens auf dieser Erde, dem Tod, hinwegsetzt und willens ist, die Botschaft der Liebe und der Förderung des Gedankens von Frieden untereinander weiterzutragen und umzusetzen, kann sich das Leben lohnen und sich als ein gelingendes Leben herausstellen. Wer der Gewalt und Versuchung des "Immer-mehr-desselben" anheimfällt begibt sich auf den Pfad der "Verlorenen", welche das Ziel ihres Lebens verfehlen und in Einsamkeit und Verdammnis sterben.
Ich denke, nur da macht Bewertung Sinn, in der Selbstreflexion. In dem Moment, wo sie auf andere angewandt wird, von sich und den eigenen Taten ablenkt, wird sie zu einem Machtmißbrauch. Die einzige Macht, die mir zusteht, ist der Blick auf ein Vorbild, wie Jesus und seine Taten und im Blick auf diese Taten mein Leben zu bedenken, zu besprechen und dann zu handeln, als hätte ich das so genannte Böse in dieser Welt nie gesehen. Das ist meine einzige Chance, die "Krone des Lebens" zu erreichen. Diese Blickrichtung ist entscheidend für mein Ziel: Ein gelingendes Leben. Möge ich als "Fahrer" dieses Fahrzeugs dieses Ziel nie aus den Augen verlieren!


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